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Seismische Untersuchungen in Franken

BEKANNTMACHUNG

Umsetzung des Forschungsprojekts „2D-Seismik in Nordbayern" der Geothermie-Allianz Bayern, ein Zusammenschluss der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), der Technischen Universität München (TUM) und der Universität Bayreuth (UBT) zur Erforschung der Tiefengeothermie in Bayern, gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

In Nordbayern gibt es im tiefen Untergrund eine Wärmeanomalie, die deutlich über dem normalen geothermischen Gradienten liegt und gegebenenfalls eine Nutzung von tiefer Erdwärme ermöglicht. Die Gründe für diese Anomalie sind bis heute nicht bekannt. Der Lehrstuhl für Geologie am GeoZentrum Nordbayern der FAU wird in einem speziellen Forschungsprojekt ab Herbst 2018 die Ursachen für die erhöhten Temperaturen mittels 2D-Vibroseismik genauer erforschen. Die gewonnenen Daten liefern Informationen über den Aufbau des Untergrundes und sollen die Frage klären, ob eine Tiefennutzung der Erdwärme in Franken grundsätzlich möglich ist. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie hat die Aufsuchungserlaubnis bereits im September 2017 erteilt.

Messverfahren und Prinzip

Ab Herbst 2018 wird eine Fachfirma 2D-Seismikmessungen durchführen. Dafür fahren drei Vibrationsfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von rund 25 Tonnen pro Fahrzeug im Konvoi entlang von definierten Messlinien. Diese Messlinien verteilen sich in den fränkischen Landkreisen Lichtenfels, Haßberge, Bayreuth, Coburg, Kronach und Bamberg. Sie senden über eine hydraulisch absenkbare Rüttelplatte Schallwellen in den Untergrund. Die im Untergrund reflektierten Schallwellen werden über Erdmikrophone, sogenannte Geophone, an der Erdoberfläche aufgezeichnet. Aus diesen Daten wird ein zweidimensionales Bild des Untergrundes erzeugt, das helfen soll, die Projektfragen zu beantworten. Der Verlauf der Messlinien wird eng mit den Gemeinden abgestimmt. Auf sensible Infrastrukturen, Denkmalschutz und Schutzgebiete (Wasser- und Naturschutz) wird besondere Rücksicht genommen.

Permitting (Erlaubnisverfahren)

Im Auftrag des GeoZentrums Nordbayern führen die Mitarbeiter der Firma GeoService K. Bittner GmbH bereits das Permitting in den zuständigen Landkreisen durch. Alle von den Messungen betroffenen Anrainer, Behörden, Grundstückseigentümer und Pächter werden persönlich aufgesucht, um die notwendigen Zugangs- und Wegenutzungsrechte zu klären sowie Betretungserlaubnisse einzuholen. Die Anrainer werden auch über die Regulierungsmaßnahmen der Versicherung im Schadensfall informiert. Eventuelle Schäden an Haus und Flur sind an die zuständigen Mitarbeiter der Firma GeoService K. Bittner GmbH, Peter Theilmann (Tel. 0160/23 10 164) oder Katja Bittner (0171/36 13 751) zu melden. Sie werden den Schaden aufnehmen und einen Gutachter zur Prüfung beauftragen.

Vorbereitung und Ablauf der Messungen

Während der Durchführung werden Vermesser alle Vibrationspunkte vermessen und mit Spray oder nummerierten Holzpflöcken auf Grundstücken, Wegen und Straßen markieren. Für ca. eine Woche werden die Geophone und Messkabel ausgelegt. Der Konvoi der Vibrationsfahrzeuge befährt anschließend die markierten Wege und Straßen entlang der festgelegten und genehmigten Messlinien. Nach Ende der Messungen werden alle Gegenstände und Verkabelungen wieder entfernt.

Während der Messzeiten kann es kurzzeitig zu kleineren Störungen oder Lärmeinwirkungen kommen. Wir bitten dafür um Verständnis. Weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie auf der Webseite www.seismik.nat.fau.de.

Dr. Wolfgang Bauer, Tel.: 09131/85-23 443, projekt-seismik@fau.de

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